Archiv für Januar 2010

Haskell ganz einfach

Datum30. Januar 2010 · Kommentare0 Kommentare

Ein Leidensgenosse im Fach Informatik hat mich auf ein sehr witziges und einfaches Handbuch zur funktionalen Programmiersprache Haskell aufmerksam gemacht.
Learn You a Haskell for Great Good! beschreibt sehr einfach und anschaulich die Programmiersprache Haskell und zeigt, was man alles damit machen kann. Bereichert wird das Ganze durch witzige Illustrationen, die vom Autor, Miran Lipovaca aus Slowenien, selbst gezeichnet wurden.

Learn You a Haskell for Great Good!

Für alle Haskell-Geplagten ein wirklich sehr schönes und einfaches Tutorial.

Danke an Ulli für den Tipp.

Mr. Ballmer, would you sign my mac?

Datum23. Januar 2010 · Kommentare0 Kommentare

Microsoft-CEO Steve Ballmer hat am vergangenen Mittwoch auf Bitte eines Studenten auf dessen MacBook ein Autogramm hinterlassen. Dieser scheinbar nicht ganz ernst gemeinten Bitte kam Ballmer natürlich gerne nach und bewies Humor, indem er dazu noch darauf ergänzte „Need a new one?“.

Well played, Mr. Ballmer, well played!

Virales Marketing nach hinten losgegangen

Datum20. Januar 2010 · Kommentare2 Kommentare

Über einen fehlgeschlagenen Versuch von viralem Marketing berichtet selbstkritisch die Online-Tochter der Süddeutschen Zeitung.

Eigentlich wollte die Werbeabteilung des Portals sueddeutsche.de über die Social-Media-Marketing-Agentur Trigami die neue Smartphone-Anwendung (App) von teilnehmenden Blogbetreibern bewerben lassen. Angeblich kam es jedoch zu einem Missverständnis, sodass statt einem Text-Review ein sog. Advertorial in Auftrag gegeben wurde. Ein Advertorial verspricht nur positive Meinungen während in einem Text-Review jeder Blogger frei über das Produkt berichten kann bzw. darf. Das pikante an der Sache aber ist, dass die Werbeabteilung von sueddeutsche.de offenbar Textbausteine vorgegeben hat, welche möglichst von den Bloggern benutzt werden und die App in einem guten Licht erscheinen lassen sollten. Teilweise wurde schon von „manipulierten App-Kritikern“ gesprochen.

Daher titelt das UPLOAD-Magazin zu Recht Peinlich, peinlich: "Süddeutsche Zeitung" kauft sich lobende Blogposts.

Einen ungeahnten Nebeneffekt hat das ganze in meinen Augen aber: Wegen dieses Vorfalls berichten nun doch mehr Leute über die ominöse App und verhelfen ihr vielleicht deshalb ungewollt zum Erfolg. Ob das nicht schon von Anfang an so geplant war?

Brauchen wir ein „www“ in der URL?

Datum15. Januar 2010 · Kommentare1 Kommentar

Im Netz haben sich zwei Lager etabliert, die seit längerem über einen speziellen Aspekt von URLs im Internet streiten. Die Initiative www. is not deprecated setzt sich für ein „www“ in der URL ein, wenn ein Webserver identifiziert werden soll, beispielsweise www.example.com. Die Anhänger von www. is deprecated votieren entsprechend dagegen, also nur example.com. Doch worum genau geht es in diesem Streit?

Ich habe mir einmal die Argumente beider Lager angesehen und versucht die echten objektiven Vorteile bzw. Nachteile eines „www“ in der URL herauszufinden.

Argumente für www

  • Bessere Wiedererkennung

    Im Allgemeinen ist eine Internetadresse (sei es in der Werbung, auf Visitenkarten oder anderen Webseiten) mit vorangestelltem www für Menschen leichter als solche zu erkennen.

  • Automatiserte Verarbeitung

    Eine Internetadresse mit www-Präfix lässt sich über automatiserte Systeme (z.B. reguläre Ausdrücke) besser erkennen und verarbeiten.

  • Suchmaschine und Verlinkung

    Der durchschnittliche Internetnutzer neigt durch jahrelange „Erziehung“ dazu, jede URL vorsichtshalber mit einem www zu versehen. Dies führt dazu, dass ein Webmaster, der der Argumentation von no-www.org folgt, von Suchmaschinen abgestraft wird, weil seine Seite von diesen Menschen immer mit vorangestelltem www verlinkt wird. Suchmaschinen unterscheiden jedoch sehr genau zwischen Adressen mit und ohne www.

Argumente gegen www

  • Browser sind intelligent

    Moderne Webbrowser finden in den meisten Fällen die korrekte URL, ob mit oder ohne www. Wenn ein Benutzer aus Bequemlichkeit nur example.com eingibt, wird der Browser zunächst versuchen den Server unter http://example.com zu erreichen, bevor er auf http://www.example.com ausweicht. http:// wird also immer ergänzt, wenn es nicht explizit angegeben wird. Warum also noch ein www anfügen, wenn es im Fall der Fälle sowieso ergänzt würde? Dies geht einher mit dem nächsten Punkt.

  • Erleichterung für den Benutzer

    Seitenbetreiber haben oft das Problem, dass Subdomains von Benutzern nicht erreicht werden (können), weil diese gewohnheitsmäßig immer ein www voranstellen (s.o.). Demnach würde ein Benutzer einer Subdomain sub.example.com ein www-Präfix geben, wodurch er versuchen würde auf die nicht existierende Subdomain www.sub.example.com zuzugreifen. Dem Nutzer sollte also klar gemacht werden, dass www nur eine überflüssige Subdomain ist. no-www hätte in diesem Fall also erzieherische Wirkung.

  • www ist kein Protokoll wie HTTP oder FTP

    Daher kann das www in der URL weggelassen werden, wenn damit ein Webserver identifiziert werden soll. Für andere Dienste, wie FTP, sind die Protokollangaben in der URL zuständig. http://example.com für einen Webserver und ftp://example.com für einen FTP-Server. Ebenso ist ftp://www.example.com denkbar, was unsinnig erscheint.

Nichts forcieren!

Nun ist es leider nicht so einfach der einen oder anderen Seite einen Vorzug zu geben und deren strikte Forderung durchzusetzen. Diese zielt darauf ab, nur eine URL mit www oder ohne zuzulassen und die andere unerreichbar zu machen (sog. Class C Compliance bei no-www).

Doch längst nicht jeder Internetnutzer ist technisch versiert und kann den Unterschied ausmachen. Im schlimmsten Fall würde er die Seite für nicht erreichbar halten, weil die Variante mit www nicht funktioniert.
Daher sollte man sich aus Kompatibilitätsgründen für eine Methode entscheiden und eine Umleitung für die andere einrichten (Class B Compliance).

# no-www für Apache-Webserver

RewriteEngine On
RewriteCond %{HTTP_HOST} ^www\.(.+)$ [NC]
RewriteRule ^(.*)$ http://%1/$1 [R=301,L]

Entsprechend kann man dies auch für yes-www erreichen:

# yes-www für Apache-Webserver

RewriteEngine On
RewriteCond %{HTTP_HOST} ^example\.com$ [NC]
RewriteRule ^(.*)$ http://www.example.com/$1 [R=301,L]

So verhindert man nebenbei auch doppelte Inhalte (sog. Duplicate Content), die sonst entstehen könnten, weil Suchmaschinen www.example.com und example.com wie zwei verschiedene Adressen behandeln.

Abseites von beiden Lagern hat sich eine vermutlich Parodie auf diese Problematik etabliert. www.www.extra-www.org setzt sich für ein zusätzliches www in jeder URL ein. :-)

In diesem Blog habe ich mich für die no-www-Variante entschieden und lasse alle Anfragen nach www.blogeum.de auf blogeum.de umleiten.

Wie geht Ihr mit dieser Angelegenheit um? Seid Ihr Anhänger von no-www oder yes-www oder ist es Euch egal?

10 englische Wörter, die man richtig schreiben sollte

Datum12. Januar 2010 · Kommentare0 Kommentare

10 Words You Need to Stop Misspelling

Matthew Inman (alias The Oatmeal) weist auf 10 englische Vokabeln hin, die häufig falsch geschrieben werden und gibt teils amüsante Tipps, wie man sich die richtige Schreibweise einfach merken kann.

Für alle, die gerne mal ein paar Wörter falsch schreiben, ein heißer Tipp.