In einem Gastbeitrag bei Peter Kröner informiert Christian Schaefer, wie man die Ladezeiten einer Website ohne großen Aufwand drücken kann, um die Besucher nicht durch lange Ladezeiten zu vergraulen und einen guten Eindruck zu hinterlassen.
Schließlich zählt die Ladezeit mit zu den Erfolgsfaktoren einer Website und wird zukünftig auch in das Ranking bei den Google-Suchergebnissen eingehen.
Am Ende des Artikels stellt er noch seine PHP5-Bibliothek CSS-JS-Booster vor, die einem die Arbeit bei einigen der vorgestellten Tipps abnimmt und automatisch kombiniert.
Alles in allem ein lesenswerter Artikel und einige sinnvolle Tipps, die einfach umzusetzen sind!
Heute morgen ist mir eine mehr oder weniger große Veränderung an den Suchergebnisseiten von Google aufgefallen. Offenbar hat der Suchmaschinenriese mit Beginn des neuen Monats sein Layout ein wenig aufpoliert und verfeinert.

In diesem Zuge wurde nicht nur das Logo ein wenig mehr an das Web 2.0 Design angepasst, sondern auch die Anordnung der Elemente wurde verändert. Suchoptionen und -verfeinerungen befinden sich nun in einer Leiste auf der linken Seite (ähnlich wie schon länger bei der Bilder-Suche).

Auch die bekannte Startseite mit der Eingabemaske hat ein Redesign erfahren, bei dem allerdings augenscheinlich nur die Knöpfe zum Suchen und "Auf gut Glück!" verändert wurden.
Bei mir tauchten die Änderungen auch nur sporadisch auf und auf einem anderen Rechner gar nicht. Das deutet darauf hin, dass es noch nicht für alle zur Verfügung steht und gerade erst eingepflegt wird.
Jedem Webworker ist sicher schon einmal folgendes Problem untergekommen:

Da ich immer wieder eine recht rustikale Lösung des Problems sehe, möchte ich einmal auf eine viel trickreichere und schönere hinweisen.
Das Problem
Zwei Boxen (DIV) sollen nebeneinander innerhalb einer weiteren Box positioniert und darum einen Rahmen oder eine Hintergrundfarbe gesetzt werden. Das CSS-Box-Model (bzw. dessen Auslegung) verhindert nun aber, dass die umgebende Box so weit erweitert wird, sodass beide DIVs umfasst werden. Hierzu sei folgender HTML-Quelltext gegeben:
<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Strict//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-strict.dtd">
<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml" xml:lang="de" lang="de">
<head>
<title>Textumfluss-Problem</title>
<meta http-equiv="content-type" content="text/html; charset=UTF-8">
<style type="text/css">
body {background-color: #FFF; font: 62.5%/1.8em Arial, Helvetica, Sans-Serif;}
#wrap {border: #F08080 5px solid; margin: 0 auto; padding: 5px; width: 500px;}
#wrap p {font-size: 1.2em; margin: 5px; width: 48%;}
#wrap p#one {background: #B0C4DE; float: left;}
#wrap p#two {background: #B0C4DE; float: right;}
</style>
</head>
<body>
<div id="wrap">
<p id="one">Er hörte leise Schritte hinter sich. Das bedeutete nichts Gutes. Wer würde ihm schon folgen, spät in der Nacht und dazu noch in dieser engen Gasse mitten im übel beleumundeten Hafenviertel? Gerade jetzt, wo er das Ding seines Lebens gedreht hatte und mit der Beute verschwinden wollte! Hatte einer seiner zahllosen Kollegen dieselbe Idee gehabt, ihn beobachtet und abgewartet, um ihn nun um die Früchte seiner Arbeit zu erleichtern? Oder gehörten die Schritte hinter ihm zu einem der unzähligen Gesetzeshüter dieser Stadt, und die stählerne Acht um seine Handgelenke würde gleich zuschnappen?</p>
<p id="two">Er konnte die Aufforderung stehen zu bleiben schon hören. Gehetzt sah er sich um. Plötzlich erblickte er den schmalen Durchgang. Blitzartig drehte er sich nach rechts und verschwand zwischen den beiden Gebäuden. Beinahe wäre er dabei über den umgestürzten Mülleimer gefallen, der mitten im Weg lag. Er versuchte, sich in der Dunkelheit seinen Weg zu ertasten und erstarrte: Anscheinend gab es keinen anderen Ausweg aus diesem kleinen Hof als den Durchgang, durch den er gekommen war. Die Schritte wurden lauter und lauter, er sah eine dunkle Gestalt um die Ecke biegen. Fieberhaft irrten seine Augen durch die nächtliche Dunkelheit und suchten einen Ausweg.</p>
</div>
</body>
</html>
Typischerweise würde man dieses Problem lösen, indem man der äußeren Box #wrap auch ein float-Attribut mitgibt und so einen Textumfluss erzwingt.
Nun muss jedoch der Umfluss direkt nach der Box wieder abgebrochen werden, weil sonst die nachfolgenden Elemente die Box umfließen würden.
<br style="clear: both;" /> und Konsorten werden hierfür typischerweise hergenommen. Dummerweise blähen sie den Quelltext unnötig auf und erschweren die Wartbarkeit. Ein unschöner Notbehelf also.
Ein neuer Ansatz
Wie löst man also heutzutage dieses Problem? Der Schlüssel zur Lösung liegt im CSS-Attribut overflow und dessen Eigenschaft hidden. Danke an Dave Shea und SitePoint für den Tipp.
#wrap {overflow: hidden; border: #F08080 5px solid; margin: 0 auto; padding: 5px; width: 500px;}
Angewendet auf die äußere Box #wrap führt dies auf geradezu magische Art und Weise dazu, dass die äußere Box die beiden inneren nun vollständig umfasst.

Der Nachteil
Wie jede andere Methode zur Lösung dieses speziellen Problems hat auch diese ihren Nachteil. Werden die beiden inneren Boxen im Beispiel zu breit, werden sie wegen der hidden-Eigenschaft einfach abgeschnitten. Man sollte also genau darauf achten, den Inhalt nicht zu breit werden zu lassen.
Im folgenden Bild wurde zur Verdeutlichung das hidden durch auto ersetzt, wodurch dann horizontale Scrollbalken auftreten anstatt dass der Inhalt abgeschnitten wird.

Alles in allem halte ich dies für eine schöne und saubere Lösung, die in sehr vielen Browsern einwandfrei funktioniert.
Die Adressleiste (location bar) ist in Mozilla Firefox 3 intelligenter geworden. Sie erlaubt die gleichzeitige Suche in den Lesezeichen und dem Browserverlauf der besuchten Seiten. Falls ein Text eingegeben wird, der keine gültige URL darstellt, versucht Firefox diesen Text per Google zu finden. Hierbei wird die „Auf gut Glück“-Suche („I'm Feeling Lucky“) genutzt, die dann automatisch auf das erstbeste Suchergebnis weiterleitet.

Wer sich – speziell aus Datenschutzgründen – von Google lossagen und stattdessen eine andere Suchmaschine mit dieser Arbeit betrauen möchte, kann den eingebauten Standardsuchanbieter jedoch manuell ändern.
- Im Adressfeld
about:config eingeben - Die Meldung „Hier endet möglicherweise die Gewährleistung!“ mit einem Klick auf „Ich werde vorsichtig sein, versprochen!“ bestätigen
- Im Feld „Filter“ nach dem Begriff
keyword.url suchen. - Per Doppelklick auf den gefundenen Begriff kann der Wert geändert werden.
Im Folgenden sind einige Suchmaschinen aufgelistet, die sich als Alternative zur Google-Suche gut eignen. Einfach den Wert in der Spalte URL des gewünschten Anbieters übernehmen.
| Anbieter | URL |
|---|
| Ask.com Deutschland | http://de.ask.com/web?q= |
| Deutsche Wikipedia | http://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:Suche?search= |
| Ixquick Metasuche | http://www.ixquick.com/do/metasearch.pl?language=deutsch&query= |
| Microsoft Bing | http://www.bing.com/search?q= |
| Wolfram|Alpha | http://www.wolframalpha.com/input/?i= |
| Yahoo! Deutschland Suche | http://de.search.yahoo.com/search?p= |
Wer noch einen guten Suchanbieter beisteuern möchte, kann dies gerne in einem Kommentar tun. Ich werde die Liste dann entsprechend ergänzen.
Ich persönlich bevorzuge die Suche von Bing, weil sie sich langsam aber sicher zu einer echten Konkurrenz zum Branchenprimus Google gemausert hat.
Nach einem Neustart von Firefox wird von nun an der alternative Suchanbieter zur Suche genutzt, wenn ein beliebiger Text in die Adressleiste eingegeben wird (s.o.).
Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat heute das umstrittene „Gesetz zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung“ – kurz Vorratsdatenspeicherung – für nichtig erklärt. Demnach sei es in seiner jetzigen Form nicht mit dem Grundgesetz, speziell Art. 10 Abs. 1 GG (Fernmeldegeheimnis), vereinbar.
Seit 2008 waren Telekommunikationsanbieter gezwungen Verbindungsdaten von Internet-, Telefon- und Handynutzern für 6 Monate auf Vorrat zu speichern. Dies geschah im Hinblick auf die Verfolgung von Straftaten sowie der Gefahrenabwehr.
Bei dem Gesetz handelt es sich um die Umsetzung einer EU-Richtlinie, die, nach Ansicht der Richter, jedoch nicht generell gegen Grundrechte verstoße:
Der Inhalt der Richtlinie belässt der Bundesrepublik Deutschland einen weiten Entscheidungsspielraum. Ihre Regelungen sind im Wesentlichen auf die Speicherungspflicht und deren Umfang beschränkt […]. Mit diesem Inhalt kann die Richtlinie ohne Verstoß gegen die Grundrechte des Grundgesetzes umgesetzt werden. Das Grundgesetz verbietet eine solche Speicherung nicht unter allen Umständen. Pressemitteilung des BVerfG
Dadurch ist der Gesetzgeber nun gezwungen das Gesetz einer Revision zu unterziehen und es so mit dem Grundgesetz in Einklang zu bringen. Denn es handele sich bei der Speicherung um „einen besonders schweren Eingriff mit einer Streubreite, wie sie die Rechtsordnung bisher nicht kennt“.
Wie die Verfassungsrichter zudem bemerkten, ließen sich durch die gespeicherten Daten inhaltliche Rückschlüsse ziehen – auch wenn die Inhalte selber nicht gespeichert würden – die bis in die Intimsphäre hineinreichten.
Weiterhin sei die „Rekonstruktion gerade der Telekommunikationsverbindungen […] für eine effektive Strafverfolgung und Gefahrenabwehr von besonderer Bedeutung“. Die „anlasslose Speicherung der Telekommunikationsverkehrsdaten“ müsse dennoch eine Ausnahme bleiben, um verfassungsrechtlich unbedenklich zu bleiben.
Hierbei handelt es sich aber nicht um ein generelles Votum gegen die Vorratsdatenspeicherung, da sie „eingebunden in eine dem Eingriff adäquate gesetzliche Ausgestaltung“ durchaus rechtsmäßig sei. Demnach sollten die Daten zunächst von den TK-Anbietern selber gespeichert werden und nicht zusammengeführt werden, sodass der Staat keinen direkten Zugriff auf die gesamten Daten hat.
[Quelle: Pressemitteilung des BVerfG]
Danke für die Hinweise an Basic Thinking und sjmp.de.